erfolgreich - kommunikativ - selbstbewusst mit Dr. Alix Krüger
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Der Anfang ist Wahrnehmung

Photo by Bianca Berg on Unsplash

Ein Fotograf schrieb mir kürzlich etwas zu seiner Arbeit, was ich beeindruckend fand:

Er erreiche die Menschen über das Sein. Authentisches Interesse am Menschen helfe ihm, Verbindungen herzustellen, was später in seinen Bildern sichtbar sei.

 

Ein wunderbarer Weg, Menschen wahrnehmen und annehmen zu wollen. Wer etwas mit Menschen zusammen erreichen will, muss sie verstehen wollen.

 

Warum scheint das oft so schwer zu sein?

 

Warum ist so viel Ablehnung „am Start“?

 

Zu einem wertschätzenden Verhalten eines Menschen gehört, sein Gegenüber wahr-zu-nehmen. Ihn zu sehen, ihm zuzuhören und seine Sicht verstehen zu wollen.

 

Alle Sinne sind dann auf Empfang, nicht auf Sendung gestellt!

Und schon gar nicht darauf, die andere Sichtweise, die andere Meinung postwendend nach den eigenen Kriterien sofort zu „beurteilen“ oder gar zu „verurteilen“. Wodurch die Wertschätzung schon per se endet.

 

Viel raumgebender und positiver ist es, die Perspektive des Gegenübers, seine Sicht von sich selbst, den Themen und den Geschehnisse unverfälscht aufzunehmen.

Und jetzt kommt’s!

 

Dabei alles vom Gegenüber als Original so zu belassen, wie es geäußert wurde.

 

Alles andere ist dasselbe wie das traditionelle „HÖRZU“ Gemälde-Rätsel am Ende der Hefte namens „Original und Fälschung“. Hier wird jedoch ganz korrekt von Fälschung gesprochen, wenn in dem Original herumgemalt wird.

 

Geben wir auch so korrekt zu, dass wir die Aussage unseres Gegenübers fälschen, wenn wir behaupten, er habe etwas gesagt, von dem wir nur meinen, er habe es so gesagt, weil wir uns an seinen Originaltext nicht mehr erinnern?

Weil wir seinen Text längst zu unserer Version umgebaut haben?

 

Wir können doch beide Aussagen oder Meinungen gleichwertig nebeneinander stehen lassen. Ohne, dass wir eine der beiden verändern oder gar angleichen müssen.

Das erst ist die Wertschätzung in beide Richtungen: Meinem Gegenüber wie mir selbst gegenüber.

 

„Na klar, respektiere ich mein Gegenüber, mache ich immer!“, sagte ein Unternehmer einmal zu mir im Brustton der Überzeugung. So sah er sich. Das ist immer schnell gesagt und oft so unwahr.

 

Sein Problem:

In seiner Führungsriege und bei den ihm wichtigen Menschen in seiner Umgebung sah ihn keineswegs jeder so. Diese Wahrnehmungen konnte er zunehmend nicht mehr verdrängen und suchte nach einem Ausweg.

Mit seiner Behauptung klaffte zwischen seiner eigenen Meinung über sich selbst und der Wahrnehmung seiner Mitmenschen ein tiefer Spalt. Denn seine Selbsteinschätzung entsprach seiner Vorstellung, die er von sich hatte (oder haben wollte).

 

Dadurch entstand eine weitere Kluft. Jene zwischen seinem selbstgebauten Selbstbild und seiner eigenen Wahrnehmung. Und die ist noch schädlicher.

 

Da er diese Signale seiner Mitmenschen lange nicht an sich herangelassen hatte, waren die Fronten verhärtet. So allmählich konnte er seine eigenen beklemmenden Gefühle nicht mehr unterdrücken. So drängten sich die Blicke, die Mimik der anderen in sein Bewusstsein, obwohl er es nicht wollte. Da setzten wir an.

 

Er begann zu lernen, den anderen zuzuhören, statt selbst zu reden. Sich zu merken, was sie gesagt hatten und es schnell exakt so aufzuschreiben, um es nicht wieder zu verfälschen. Anfangs schwierig wurde es bald zum regelrechten Sport für ihn und öffnete ihm seine Wahrnehmung.

 

Es gibt immer mal Situationen, da wollen wir Wahrnehmungen nicht an uns heranlassen. Oder können es nicht mehr. Dadurch entsteht eine Inkongruenz zwischen dem eigenen Selbstbild und der Spiegelung durch das Außen! Diese Inkongruenz wird auch als Dissonanz wahrgenommen und löst Ängste aus.

Normale, berechtigte und hilfreiche Ängste.

 

Es gibt ja gute Alternativen, auf die uns nicht selten gerade unsere Ängste bringen.

Statt uns bei unserem Körper für diese Warnung durch die Ängste zu bedanken, strafen wir ihn mit Frustfraß, Zigaretten, Alkohol oder Ablenkungskonsum.

Würden Sie noch warnen, wenn Sie sich jedes Mal eine „Watschen“ einfangen? Oder einen Tritt in die Leber und andere wichtige Organe bekommen? Aber nie einen Dank?

 

Wie wir mit unserem Körper umgehen, sagt viel über uns aus.

Wie wir mit unseren Mitmenschen umgehen, sagt viel über uns aus, weniger über sie.

Soviel Selbstkundgabe ist oft aber gar nicht gewollt. Und irritiert uns, wenn wir selbst merken, dass „irgendetwas nicht stimmt“.

 

Es gibt Wahrnehmungen, die wir vom anderen empfangen, die uns aber nicht passen. Seine Spiegelung unserer Körpersprache, die unser Körper ja stets sofort liest. Aber die wir nicht wahr-nehmen, weil nicht wahr-haben wollen.

Weil „wir ja nicht so sind“.

 

Prompt neigen wir dazu, mit ungewohnter Schnelligkeit und Gründlichkeit die „unbeliebten Wahrnehmungen“ sofort auszublenden, abzudunkeln, sie irgendwo in unseren Schattenbereich zu verdrängen. Weil wir glauben, dass sie uns an der gewohnten Denk- oder Vorgehensweise hindern.

Weil „wir ja nicht so sind“.

 

Schade.

 

Denn genau diese Wahrnehmungen, wie unser Gegenüber in Millisekunden auf uns reagiert, die unsere Körpersysteme ja auffangen und pflichtbewusst ins Gehirn hochleiten, wären sehr zielführend und viel positiver im Ergebnis gewesen.

Sie hätten uns die schnelle Änderung einer als unsinnig erkannten Denkweise und des dazu passenden befremdenden Verhaltens ermöglicht. Und das noch dazu ohne Gesichtsverlust.

 

„Ich habe ja gar nichts gesagt!“, höre ich statt dessen oft. Ebenso reflektorisch schnell, wie zuvor das „Ausblenden des Unbeliebten“. Und auch das wieder, ohne diese Selbstverteidigung als solche wahrzunehmen. Diese Antwort liegt sozusagen auf Lager. Und schießt sofort auf den ersten Impuls heraus.

 

„Nein?“

 

Wie merkwürdig... Woher dann das blitzschnelle Verschließen, dieses Zurücknehmen der Offenheit des oder der Gegenüber, wenn doch „gar nichts gesagt“ wurde?

 

Ich beobachte immer wieder, dass die Wahrnehmung „sehen“ mit dem sofortigen Aufrufen der eigenen Ansichten, Einstellung und Vorstellungen verwechselt wird. Die Denkweisen-Kästchen werden blitzschnell daraufhin gescannt, in welche Schublade das Gegenüber wohl am besten hineinpasst. Und was nicht reinpasst, wird passend gemacht.

 

Wenn ich frage, was jemand gesehen hat, bekomme ich anfangs oft solche und ähnliche Antworten:

„Ich konnte doch sofort sehen, dass der oder die gar nicht versteht, worum es hier in diesem Business geht!“

 

Dieses „Sehen“ ist keine Sinneswahrnehmung, sondern eine eigene, meist zu schnelle Schlussfolgerung, im schlimmsten Fall ein ohnehin bestehendes Vorurteil.

 

Sehen ist und bleibt eine Sinnes-wahr-nehmung. Ich sehe eine Bewegung, eine Geste, eine Mimik. Das kann eine Emotion auslösen. Wenn ich meine Emotionen wahr-nehme, kann ich diese so beschreiben, wie ich sie wahrnehme.

Ich sehe, mein Gegenüber runzelt die Stirn, die Mundwinkel gehen abwärts. Der Blick schweift von mir weg. Ich nehme diese Zeichen der Abwehr durch mein Gegenüber in mir wahr. Als „Bauchgrummeln“, Abwehrspannung im Schulterbereich, veränderte Atmung, leichtes Zurückziehen des Kopfes uvm.!

All das ist bisher in mir passiert, nicht im anderen.

 

Auch die Art, wie ich mit diesen Wahrnehmungen umgehe, befindet sich noch immer in meinem Handlungsbereich. Unterliegt somit auch meiner Verantwortung.

 

Der andere hat das Recht, meinen Standpunkt nicht zu teilen, nicht zu verstehen.

Er kann  mich dafür sogar ablehnen und anknurren, wenn er meint, nicht anders handeln zu können.

Ist das mein Armutszeugnis?

 

Ich kann doch ... unbeeindruckt bleiben. Warum überhaupt reagieren? Und worauf? Weshalb denn?

Wenn der andere jedoch versucht, mich mit seiner Ablehnung unter Druck zu setzen, Bedingungen zu stellen, was ich tun müsse, um seine Zustimmung zu bekommen, so erfährt er meinen Standpunkt: Deutlich und ruhig lehne ich diesen Versuch der Übergriffigkeit ab.

 

Und das wiederum ist mein Recht. Vorausgesetzt, ich bastele daraus nicht meinerseits sofort einen Gegenangriff, nach dem Motto: „Also wenn du... dann darf ich auch.“

Auch dieses Rache-Verhalten basiert nicht auf einer Wahrnehmung, auch wenn das viele „denken“.  Sondern schießt aus einem alten Denkmuster heraus und zeigt nur eins:

Abhängigkeit im „Wenn-dann“ Muster.

 

Der Versuch allein, für sich mehr herauszuholen, als ich zu geben bereit bin, ist noch immer keine Übergriffigkeit.

Auch wenn mir schon der Versuch „stinkt“, wie das viele äußern.

Es ist halt nur ein Test: „Man kanns ja mal versuchen“.

 

Ob ich dafür das geeignete Opfer oder ein ungeeignetes Gegenüber bin, zeigt sich an meiner Reaktion.

Wenn ich lächelnd „Nein“ zu seinem Versuch äußere – mit allen meinen  Sprachmodulen (und die verbale Sprache ist hier der unbedeutendste Teil, wie wir wissen) und mich von ihm gelassen distanziere, fällt ihm diese Übergriffigkeit wirkungslos auf die Füße. Wie ein Luftballon faltig zu Boden sinkt, aus dem „die Luft raus ist“. Ohne Gegner kein richtiger Kampf, sondern nur mitunter sogar lächerliches Schattenboxen.

 

Der Erfolg dieser die Resilienz so effektiv steigernden Zwei-Sichten-Methode eröffnet uns zunehmend den Weg zur besseren Wahrnehmung.

 

Wieso?

 

Wir sind mit gutem Grund auf das Prinzip Wahrnehmung kodiert. Diese Kodierung erhielt unsere Spezies.

Mit der Vogel Strauß-Methode: „Will ich nicht sehen/ nicht wahr-haben“ wären wir nicht einmal aus dem Neandertal herausgeklettert.

 

Wir haben ja nicht umsonst unsere Sinnesorgane, die unendlich vielen Rezeptoren. Die verschiedenen Hirnzentren, die perfekter untereinander agieren, als wir Menschen dazu in der Lage sind. Die Netzwerke mit ihrer Fähigkeit, sich von selbst zu überlappen, um eventuelle Ausfälle innerhalb eines Netzes schnell und unbemerkt zu kompensieren. Und so viele weitere fantastische Reichtümer unseres Universums.

 

Sind wir dankbar dafür? Wohl kaum, sonst würden wir dieses Universum nicht mit „ist eben unser Körper, muss funktionieren“ schlicht weit unter Wert bezeichnen.

 

Diesen Reichtum nicht nutzen? Freiwillig?

 

Nur, weil dabei das eine oder andere Denkmuster gefährlich vor sich hin knarrt und knirscht unter dem Kontrast mit der Wirklichkeit? Nicht wirklich, oder?

 

Es gibt ein sehr simples Spiel, das hilft, den Wert von Wahrnehmungen zu begreifen:

 

Das Plitsch-Platsch-Spiel

Es ist ganz einfach und half mir auch schon oft, wenn ich bei Langstreckenflügen wieder einmal eine Mutter mit ihrem Kleinkind neben mir hatte. Schließlich habe ich selbst Kinder.

Es ist immer der gleiche Beginn:

Das Flugzeug startet und hebt ab. Erwartungsgemäß fängt das kleine Kind sofort an zu schreien, denn es weiß ja nicht, warum es plötzlich so dröhnt, es in den Ohren so ekelhaft drückt. Es bekommt allein schon aus der Unwissenheit heraus panische Angst. Mama tröstet, aber das Kind schluchzt noch immer herzerweichend.

 

Dann lächele ich dem Kind zu und lege meine Hand auf die Armlehne und fordere es auf: "Mach mal deine Hand drauf, dann bist du Sieger*in und alles ist gut."

Das Kind stutzt. Beäugt mich vorsichtig. Schaut zu Mama. Wenn die Mutter mein Blinzeln richtig versteht, macht sie mit: Sie legt ihre Hand auf meine und lächelt.

Dann lege ich meine Hand auf die der Mutter und lache.

Die Mutter nimmt ihre Hand, zieht sie unter meiner hervor, legt sie wieder auf meine und lacht selbst fröhlich.

 

Das Kind begreift das Spiel.

Es legt seine Hand ganz vorsichtig, leicht zögernd auf meine.

Ich erinnere mich dann immer an das, was mir Marcel Marceau beibrachte, als ich ein kleines Mädchen war: Lerne mit der Mimik zu sprechen, dann brauchst du nicht zu reden, man versteht dich.

 

Die Kinderhand liegt oben. Ich schaue anerkennend, das Kind lächelt. Dann ziehe ich meine Hand ganz vorsichtig und listig grinsend unter seiner hervor und lege sie vorsichtig wieder oben auf die des Kindes.

Es dauert nicht lang, dann legt es seine wieder auf meine und strahlt.

Beim nächsten Mal oben drauf lacht es siegesbewusst.

Je besser meine Pantomime, desto klarer wird ihm sein Sieg.

 

Noch lange hallte das glückliche, freche Kinderlachen, wie nur Kinder es so können, durch den Flieger, die anderen Passagiere lächelten. Die Mutter auch. Stress vorbei.

 

Was ist dabei passiert? Viel. Sehr viel.

 

Das Kind hat als Startwahrnehmung den Schmerz in den Ohren, für Kinder oft noch stärker als für uns Erwachsene. Wir wissen, was vorgeht, warum der Druck entsteht, wie und warum wir uns mit Kaubewegungen helfen können. Wir können also mit unseren Wahrnehmungen umgehen und die Angst der Unwissenheit kleinhalten.

 

Das Kind kann das nicht.

 

Das Spiel beginnt. Das Kind hat nun mehrere Wahrnehmungen: ‚Die fremde Frau da macht da was.‘ Erst zögernde Wachsamkeit, dann folgt Neugierde, denn Mama macht ja mit, es kann also nicht so gefährlich sein.

Mit diesen viel spannenderen Wahrnehmungen wird der Ohr-Druck langsam überlagert, das Flugzeug fliegt gleichmäßiger und leiser, die Angst des Kindes legt sich.

 

Das Kind beginnt, den Vorgang auf allen Ebenen wahrzunehmen: Die Hände, mein Gesicht, meine Mimik, was ich da tue, wie Mama reagiert. Es fühlt, es wittert, es riecht und spürt bei uns keine Angst. Das Lachen empfindet es als echt.

 

Es begreift das Spiel. Und erfährt durch seine jetzt oben liegende Hand, mit der es meine versucht festzuhalten, einen Sieg, das Gefühl der Macht: „Jetzt bin ich oben und die ist unten“! Es fühlt im Inneren die Freude über seine Macht. Spürt die eigene Stärke. Es hört sich lachen.

 

Das Kind will nicht vernichten, es will mich nicht beherrschen. Es spielt ein Spiel. Es will gewinnen, aber auch spielen.

Also lässt es meine Hand raus und sowie die oben liegt, wiederholt es seinen Erfolg. Mit den gleichen Wahrnehmungen. Das glückliche Lachen gilt nicht dem Spiel, sondern seinen eigenen Wahrnehmungen.

 

Genau darum geht es eben auch später noch.

 

Nur, dass dieses Plitsch-Platsch-Spiel bei Erwachsenen nicht mehr ganz so lustig ist.

 

Der Ausruf: „Aber das spielt doch kein Erwachsener mehr!“ lässt nicht lange auf sich warten.

 

Ich schaue in die Runde:

„Nein?“

 

Erinnern wir uns an Gespräche, die so genannt werden, obwohl sie gar keine Gespräche sind? Sondern oft nur doppelte Monologe, also zwei völlig getrennte ‚Vorträge‘ zu ganz anderen Themen, lediglich passagenweise abwechselnd vorgetragen? Bei denen jeder dann seinen Text über den des anderen „platscht“?

 

Glauben Sie wirklich, dass Herr A, der bis ins Detail seinen komplizierten Dachausbau schilderte, zum Schluss noch sagen kann, was Herr B im Einzelnen über seine nicht minder komplizierte Gartenplanung berichtet hat?

 

Oder dass einer der beiden eine interessierte Frage zu den Ausführungen des anderen stellen könnte?

Wie das zu einem echten Gespräch, einer wertschätzenden Kommunikation gehört.

 

Oder dass der Abteilungsleiter, der seinem untergebenen Mitarbeiter gar nicht bei dessen präzise erarbeiteten Verbesserungsvorschlägen zugehört hat, eine Frage dazu stellen könnte?

 

Der stattdessen sofort über den durchdachten Neuerungsvorschlag seine eigene (immer schon so gewesene) Ansicht darüber „platscht“? Nur, weil er Gefahr durch diese Vorschläge für sich selbst und seine Position witterte.

Ohne sich natürlich dieser Angst bewusst zu sein, die ihn durch Kenntnis der Zusammenhänge rechtzeitig hätte bremsen können.

 

Glauben Sie, dass er nachher seinem eigenen Vorgesetzten auch nur annähernd diese Vorschläge schildern könnte?

Solange der oberste Vorgesetzte nichts davon mitbekommt, weil er seine Chefetage kaum verlässt, läuft diese Methode nach Plan.

Wenn der jedoch selbst mit den Mitarbeitern aller Ebenen redet, kann es ‚prickelnd‘ für den Abteilungsleiter werden. Und gewinnsteigernd für das Unternehmen.

 

Nicht neu, aber noch immer nicht präsent genug. Siehe alte Denkweisen und nur die eine, die eigene Sicht präsent haben.

 

Achten Sie einmal bewusst darauf, wie viele unbemerkte Themenwechsel in einem Gespräch auftauchen und teilweise durchaus auch unterbewusst vorgenommen werden, weil der jeweilige Sprecher gar nicht wahrgenommen hat, was sein Vorredner überhaupt ausgesagt hat? Ja, nicht einmal wenigstens dem Sinn nach wiedergeben kann, was der andere gerade gesagt hat?

 

Dieses Nicht-wahrnehmen eines Gegenübers wird von diesem als Miss-achtung wahrgenommen. Missachtung bewirkt Rückzug, mit Wahrnehmung ist das zu vermeiden.

Wie denn?

Häufig ist die Wahrnehmung bezüglich unserer Umwelt ‚ausgeschaltet‘. Nur die eigenen Gedanken liegen vor.

Diversität? Fehlanzeige. Wie denn auch, wenn man die Diversität gar nicht wahrnimmt?

 

Daher ist es aus eigenem Interesse ganz wichtig, wieder die Wahrnehmung zu lernen.

So, wie wir unseren Sport ja auch exakt lernen müssen, obwohl wir meinen zu wissen, wie wir unsere Muskeln und Gelenke bewegen können. Nur das allein reicht eben nicht!

 

Die eigene Wahrnehmung wurde bei den allermeisten von klein auf in Bahnen geleitet, beschränkt, mit Normen in Form gebracht, handlich zusammengepresst und dann als vielfach vorhandenes Norm-Format ins Leben entlassen.

 

Ein Auto nennt man nach diesem Vorgang „Schrotthaufen“. Jedes Modell, jede Variante sieht nach der Autopresse gleich aus: Viereckig.

 

Es geht nicht darum, unsere Körpersprache zu trainieren. Sondern sie zu verstehen. Für das Aufbautraining der eigenen Wahrnehmung haben wir so unendlich viele körpereigene Unterstützer und fachkundige Assistenten, dagegen sind die Heinzelmännchen zu Köln eine lahme Truppe.

 

Diese Unterstützer und Assistenten sind mit der Zeit leise geworden. Sie sind oft ungehört geblieben.

Un-erhört!

 

Aber wenn wir üben, ihnen wieder zuzuhören, sie wieder wertzuschätzen – wer weiß, vielleicht sprechen sie dann wieder mit uns?

 

Begeben wir uns auf eine aufregende und wunderbare Reise in die Welt der eigenen Wahrnehmungen!

Für Fragen und Unterstützung finden Sie mich hier

 

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